Einladung zum XXXII. DGKJP Kongress

Sehr verehrte Frau Kollegin,
sehr geehrter Herr Kollege,
liebe Freunde der DGKJP,

wir laden Sie herzlich zum XXXII. DGKJP Kongress vom 2. bis 5.3.2011 nach Essen ein! Wir haben weder Kosten noch Mühen gescheut: Für Sie werden rechtzeitig in Essen das neue Folkwang- und das Ruhr-Museum fertiggestellt sein; die Zeche Zollverein erstrahlt bei Nacht in neuem Licht. Unseren Domplatz haben wir vergrößert, der Domschatz ist in den Dom zurückverlagert worden, dessen Bau im Jahre 850 in Angriff genommen wurde. Das 1924 eröffnete Filmstudio im Glückaufhaus steht seit kurzem Besuchern wieder offen, die Lichtburg als das größte Kino Deutschlands ist renoviert; Aalto-, Grillotheater und die Philharmonie werden jeden Kunstliebhaber begeistern. Die Eingangspforten zur Stadt, die A40 und der Hauptbahnhof, wurden erneuert. Bei all diesen Anstrengungen wollen wir auch nicht vergessen, dass die Flächennutzung des Ruhrgebiets mit seinen 5,4 Millionen Einwohnern zu 63% aus Wald-, Wasser- und Landwirtschaftsflächen besteht; Essen ist die drittgrünste Stadt Deutschlands. Ein Ausflug an den Baldeneysee gehört zu Ihrem Pflichtprogramm; diesen See haben wir rechtzeitig 1923 aufgestaut. Die Essener werden Sie freundlich empfangen.

Wir werden drei wissenschaftlichen Schwerpunktthemen nachgehen. Die Psychopharmakologie ist eine wichtige therapeutische Stütze in unserem Fach; dennoch gibt es Jahr für Jahr Kontroversen im Hinblick auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen der Medikamente, die wir einsetzen; die Einstellung bezüglich der Wertigkeit der Psychopharmakologie differiert bei den Mitgliedern unserer Fachgesellschaft. Umso wichtiger erscheint es uns, die gesamte Breite der Psychopharmakologie von der Medikamentenherstellung bis hin zu ethischen Aspekten gemeinsam zu diskutieren. Das zweite Schwerpunktthema lautet „Schule, Pädagogik und Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie“. Zentrale Themen sind schulische Eingliederung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen, Teilleistungsstörungen, schulvermeidendes Verhalten, Prävention und Früherkennung psychischer Störungen. Eine gute Kooperation mit den Schulen für Kranke ist für viele Kliniken ein zentrales Anliegen. Mit welchen Ansätzen können Kooperationen zu Regelschulen verbessert bzw. ausgebaut werden? Zuletzt wollen wir uns mit unserem eigenen Fach auseinandersetzen: wie können wir uns als Praktiker und Kliniker auf der einen Seite und Wissenschaftler und Forscher auf der anderen Seite unsere jeweiligen Arbeitsweisen, Ziele und Abhängigkeiten gegenseitig besser erklären? Die deutsche Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie hat in den letzten Jahren große Fortschritte in der biologischen Forschung gemacht; dem Bedarf an Therapie- und Versorgungsforschung ist nicht im gleichen Umfang Rechnung getragen worden. Diesen Spannungsbogen zwischen Wissenschaft und Praxis auszuleuchten, betrifft uns alle und wird uns helfen, Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Prof. Dr. med. Johannes Hebebrand
Kongresspräsident